Social Media Marketing für KMU: Wie lassen sich firmeninterne Vorbehalte abbauen?

Social Media Marketing für KMU Teil 2: Wie lassen sich firmeninterne Vorbehalte abbauen?

Auf Social Media präsent zu sein gefällt nicht jedem. Vor allem Mitarbeiter sind oftmals zurückhaltend, wenn es um Bilder von Firmenfeiern oder andere persönliche Inhalte geht, die auf Facebook und Instagram veröffentlicht werden. Doch firmeninterne Vorbehalte lassen sich mit Hilfe des Change Managements abbauen. KMUs sind näher an ihrem Personal dran und haben eine gute Chance, die Belegschaft mitzunehmen.

Steht die Social Media Strategie des Unternehmens und die ersten Kanäle wurden bereits aufgebaut, kann es oftmals zu internen Herausforderungen kommen. Einige Mitarbeiter werden misstrauisch gegenüber der Datenkrake Facebook sein, andere Angestellte verweigern die Freigabe für Bilder und ein paar langjährige Mitarbeiter wollen erst gar nichts mit diesem Thema zu tun haben. Das kann alles Klischee sein – genauso wie die Vorurteile in der Regel haltlos sind. Dennoch müssen Bedenken ausgeräumt werden.

Change Management: Das Team als Botschafter gewinnen

Um Social Media Marketing in KMUs professionell zu betreiben, sollte es eine interne Guideline geben. Auf das Paper kann jeder Mitarbeiter zugreifen und erhält eine Richtlinie an die Hand. Im besten Fall wollen Mitarbeiter als Botschafter des Unternehmens auftreten und spannende Inhalte aus dem Arbeitsalltag selber posten. Das kann auf den privaten Kanälen aber auch auf den Unternehmensaccounts passieren. Die Wertigkeit und aktive Teilnahme des Teams kann ein großer Multiplikator für die Firmenbotschaft sein. Für alle anderen dient der Social Media Guide als Hilfestellung. Dass negative Äußerungen über Kunden oder das eigene Unternehmen nach Außen tabu sind, sollte jedem klar sein. Die Ansprechpartner für Social Media müssen ebenfalls transparent sein, um Fragen entgegen zu nehmen und gegebenenfalls beratend tätig werden zu können. Wenn die Mitarbeiter die Ziele der Social Media Kommunikation kennen, können viele Zweifel und falsche Informationen aus dem Weg geräumt werden.

Veränderungen richtig gestalten: Mit dem 3-Phasen-Modell nach Lewin

Unternehmen, die sich am schnellsten auf die sich verändernden Marktbedingungen einlassen, werden den digitalen Sturm nicht nur überleben, sondern auch mit prägen können. Das muss jedem Mitarbeiter klar sein. Es wird so oder so über das Unternehmen geredet. Da ist es besser mitzureden und mitzugestalten. Hier hilft nur eine klare Kommunikation durch das Change Management. Den Wandel einleiten kann man mit dem 3-Phasen-Modell nach Lewin.
Das Modell verfolgt die Phasen “Unfreeze – Auftauen”, “Change – Verändern” und “Refreeze – Einfrieren”.
In der ersten Phase werden die Mitarbeiter mit den Veränderungen vertraut gemacht. Sie erhalten Informationen, warum die Veränderung nötig ist und wie der Prozess gelingen kann. Die Motivation hier seinen Beitrag zu leisten, ist sehr wichtig. Die zweite Phase “Change” steht für sich. Hier wird konkret umgesetzt und neue Prozesse eingeführt. Gerüchte und Zweifel können Entscheider nicht per se aus dem Weg räumen. Aber auf die Ängste der Mitarbeiter kann und muss eingegangen werden. Was Ihnen zu Ohren kommt, können Sie auch aufgreifen und mit transparenter Kommunikation zerschlagen. Fürchten Mitarbeiter einen Shitsorm im Netz? Dann stellen Sie die Strategie dafür vor. Gibt es Bedenken bezüglich negativer Kommentare? Hier sollte klar kommuniziert werden, das dieser Austausch mit der Community, selbst bei negativen Kommentaren, sehr wertvoll für das Unternehmen sein kann. Auf diese Weise können Informationen über die Produkte und Dienstleistungen gewonnen werden, die der Produktentwicklung und dem Kundenservice zugute kommen. Eine souveräne und sachliche Antwort auf die Kritik wird positiv wahrgenommen werden.
In der letzten Phase wird sichergestellt, dass die Veränderungen auch Bestand haben. Schulungen und Coaches können helfen, um neue Prozesse oder Tools am Laufen zu halten. Mitarbeiter gewinnen Sicherheit.

Dem gesamten Unternehmen muss klar sein, dass es besser ist mitzureden als zuzuschauen. Wer sein eigener Steuermann ist, kann den Change Prozess lenken.

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