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Marketing heute – Wie gelingt modernes Recruiting?

Marketing heute – Wie gelingt modernes Recruiting?

In Zeiten des Fachkräftemangels müssen KMU’s neue Wege beschreiten, um neues Personal für ihr Unternehmen zu gewinnen. Recruitment Marketing ist unerlässlich, um das Employer Branding voranzubringen.

Stellenanzeigen und Jobangebote auf Facebook und Twitter sind heute längst normal und verhelfen besonders kleinen und mittleren Unternehmen Fachkräfte und Auszubildende zu rekrutieren. Dank Followern werden diese hundertfach geteilt und Interessenten können sich direkt auf die Stelle bewerben. Bei zunehmenden Fachkräftemangel sind auch die Unternehmen in der Pflicht sich etwas Neues einfallen zu lassen, um potenzielle Bewerber anzusprechen und von ihrer Firma zu überzeugen. Auch die Stellenbeschreibungen werden immer komplexer und viele Titel der Ausschreibungen werden nicht immer von passenden Bewerbern gefunden und verstanden, da es sich oftmals um sehr spezielle englischsprachige Formulierungen handelt. Das schreckt viele geeignete Bewerber ab und Unternehmen haben Schwierigkeiten, passendes Personal zu finden. Immer mehr Unternehmen setzen darum auf neue Medien, um ihre Zielgruppe und die Wunschkandidaten konkret anzusprechen und mehr als nur eine Stellenbeschreibung zu veröffentlichen. Das sogenannte Recruitment Marketing soll schon vor dem eigentlichen Bewerbungsprozess das Employer Branding (Arbeitgebermarke) aufbauen und das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber etablieren. Dies geschieht durch eine Erhöhung der Reichweite, dem Aufzeigen von Karrieremöglichkeiten, den Aufbau und die Kommunikation mit möglichen zukünftigen Kandidaten.

Modernes Recruiting heute – die richtigen Medien machen den Unterschied

Vielen Bewerbern sind heute ein gutes Arbeitsklima und nette Kollegen so wichtig wie der eigentliche Job und die Aufgaben, die sich dahinter verbergen. Eine positive Arbeitsumgebung und Spaß bei der Arbeit sind Kernelemente, die sich Bewerber wünschen und die oft in einer Stellenanzeige und einem Vorstellungsgespräch nicht ersichtlich sind. Um diese kritischen Bewerber erreichen zu können, setzen vor allem immer mehr kleine und mittlere Unternehmen auf neue Medien. Besonders beliebt ist das Recruiting Video. In einer Studie der Online-Plattform Hubspot kam heraus, dass rund die Hälfte aller Teilnehmer es im Bewerbungsprozess bevorzugt ein Recruiting Video über ein Unternehmen zu sehen. Dies gilt vor allem für junge Kandidaten.

Recruiting Video – ein neues Medium mit großer Wirkung

In einem Recruiting Video kann man das Unternehmen wunderbar darstellen und die Arbeitsatmosphäre verdeutlichen. Konzepte wie „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ können dies unterstützen. Damit hat diese Präsentationsform klare Vorteile gegenüber bloßen Texten oder Bildern. Für einen authentischen Einblick in die Firma sollte den Mitarbeitern aber ein gewisser Freiraum gelassen werden und möglichst nicht mit auswendig gelernten Texten gearbeitet werden. Es ist auch nicht jeder für das Auftreten vor der Kamera geeignet. Testaufnahmen können unverkrampfte und natürlich agierende Persönlichkeiten aufzeigen. Das präsentieren der Räumlichkeiten, wie die Büros oder die Cafeteria, sind hilfreich sich ein besseres Bild des neuen Arbeitsplatzes zu machen. Ein authentischer, unverfälschter Einblick in den Arbeitsalltag ist die beste Visitenkarte Ihres Unternehmens. Dabei können auch alle relevanten Benefits zur Sprache gebracht werden. Ein Recruiting Video lässt sich auf der Unternehmensseite im Internet darstellen oder direkt in eine Stellenanzeige einbinden. Wer einen größeren Bewerberkreis ansprechen möchte, kann es schnell und einfach über Twitter, Youtube oder Facebook öffentlich machen. Wichtig ist am Ende des Videos einen Call-to-Action einzuplanen, damit der Bewerber weiß, wie er anschließend verfahren soll.

Bewerber Videos statt Motivationsschreiben

Unternehmen, die noch einen Schritt weitergehen wollen, akzeptieren auch Bewerbungsvideos von Bewerbern, um so attraktiver zu sein und das Verfahren nicht unnötig zu verkomplizieren. Meist ersetzen diese dann das für viele Bewerber schwierig zu verfassende Motivationsschreiben als Bestandteil der Bewerbungsunterlagen. Für viele Bewerber ist dies eine vereinfachte Möglichkeit, sich zu bewerben und mit viel Kreativität der Bewerbung noch das gewisse Etwas oder eine Arbeitsprobe zu verleihen, sodass Personaler sich bereits im Video einen Eindruck von der Kommunikations- und Methodenvielfalt des potenziellen Bewerbers machen können. Auf diese Weise kann sich ein Unternehmen als innovativer und interessanter Arbeitgeber etablieren und nicht nur Marketing für die zu besetzende Stelle, sondern für das ganze Unternehmen machen. Modernes Recruiting erfordert also weitaus mehr, als neue Kommunikationskanäle – auch die Medien spielen bei der Stellenbesetzung heute eine bedeutende Rolle.

Fazit

KMU’s sollten die Möglichkeiten des modernen Recruitment Marketings nutzen, um im angespannten Arbeitsmarkt zu bestehen. Ein gelungenes Recruiting Video ist eine hervorragende Möglichkeit, die Arbeitgebermarke aufzubauen. Es gibt vielfältige Einsatzmöglichkeiten wie z. B. auf Messen, auf der Karriereseite der Website, auf Online-Video-Portalen oder im Stellenangebot selbst.

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Marketing heute: Wie erfährt die Welt, dass es uns gibt?

Marketing heute: Wie erfährt die Welt, dass es uns gibt?

Für KMU’s hat sich das Marketing in den letzten Jahren grundlegend geändert. Einst bewährte Werbeformen haben es in der heutigen Zeit immer schwerer. Erfolgversprechend sind dagegen interessante Inhalte, die für die Zielgruppen nach klarer Strategie produziert werden. Besonders das Videomarketing sticht hervor.

Wer heute in Suchmaschinen gefunden werden möchte, benötigt gutes Content Marketing. Hierfür gibt es grundsätzlich die beiden Hauptbereiche Text (Bloggen, Pressemeldungen) und Bild bzw. Video. Texte können mit Keywords angereichert werden, nach denen die Nutzer bei Google & Co. suchen, dennoch müssen die Inhalte am Leser ausgerichtet werden (Schreiben für Menschen, nicht für Suchmaschinen). Beim Videomarketing kommt es neben den rein visuellen Effekten ebenfalls auf das Erzählen einer Geschichte an.

Contentmarketing mit Videos

Das Internet hat sich in den Jahren seit 2010 zunehmend zum Bewegtbild-Medium entwickelt, weil die technischen Möglichkeiten hierfür immer mehr gewachsen sind. Diesen Effekt nutzen inzwischen viele Unternehmen aus, denn bewegte Bilder entfalten eine besondere Wirkung. Sie verfügen über das Potenzial, den Nutzer lange auf der Webseite zu halten – ein wichtiges Kriterium für das Google-Ranking – und ihm dabei sehr wesentliche Informationen zu vermitteln. Im besten Fall sind diese in eine wirklich gute Video-Story verpackt. Ausserdem besteht bei erfolgreichem YouTube-SEO die Möglichkeit, das Ihre Videos einzeln auch in der Videosuche und nicht nur der Hauptsuchmaske bei Google erscheinen. Das liegt nicht nur daran, dass YouTube ja schon seit geraumer Zeit zu Google gehört. Videoinhalte haben für Google eine hohe Relevanz und Wertigkeit. Kommen Ihre Videos beim User an, teilt er sie vielleicht sogar und sie erhalten neue Backlinks. Die Markenkommunikation kann vor allem mit Videos ihre ganze suggestive Kraft zum User transportieren. Videocontent kann unterhalten, schulen oder Verbrauchern komplexe Zusammenhänge (zum Beispiel die Funktionsweise einer neuen Maschine) erklären. Darüber hinaus ist er bestens geeignet, um das Image eines Unternehmens punktgenau zu zeichnen.

Warum ist Videomarketing so erfolgreich?

Die Menschen surfen heute sehr schnell und vielfach sprunghaft durch das Internet. Bei einem Video verweilen sie, entspannen sich für wenige Minuten und nehmen dadurch die Inhalte besser auf. Das funktioniert bei den unterschiedlichsten Videoformaten wie Unterhaltungsclips, Web-TV, Ratgebern, Dokumentationen, Image- und Erklärfilmen. Für die Unternehmen ist das unter anderem wertvoll, weil sich in den Inhalten individuelle Branding-Lösungen umsetzen lassen. Wie gut Video Content Advertising funktioniert, zeigt eine aktuelle Studie des Inbound-Vermarkters HubSpot aus dem Jahr 2019. Demnach schauen derzeit 71 % aller Online-User mehr Videos als vor einem Jahr. Das Marketing mit Videos ist somit ein sagenhafter Trend, dem die Firmen folgen sollten. Schauen wir uns zwei dominierende Formate etwas näher an: den Erklär- und den Imagefilm.

Erklärvideo

Mit Erklärvideos können Sie komplexe Sachverhalte vereinfacht auf den Punkt bringen. Es handelt sich dabei um Animationsfilme. Die Erzählform ist meist sehr humorvoll angelegt, sodass auch ein gewisser Unterhaltsungsfaktor eine Rolle spielt. Außerdem bietet sich dieses Videoformat auch wunderbar fürs Storytelling an, da Sie in nur 90 Sekunden eine kleine Geschichte erzählen können mit allem, was dazugehört: einen Helden, einen Konflikt und ein zu bestehendes Abenteuer. Und Geschichten lieben wir seit der Kindheit. Über diese emotionale Erzählform gelingt erfolgreiches Marketing.

Imagevideo

Bewegte Bilder, untermalt mit Text und Musik, können ein Image viel emotionaler und damit fassbarer darstellen als ein Text oder auch ein Slogan. Natürlich dürfen auch griffige Slogans und einige Erläuterungen nicht fehlen, aber das Video bleibt durch seinen gesamten künstlerischen Effekt viel nachhaltiger im Gedächtnis. Das ist der Hauptgrund, warum Unternehmen auf den Imagefilm praktisch nicht mehr verzichten können.

Fazit

Content Marketing ist die moderne Form des Marketings heute. Videoinhalte haben eine besondere Wirkung auf den User und erfreuen sich nach aktuellen Studien einer grossen Beliebtheit. Darüberhinaus sind sie ein effektives Instrument Ihrer SEO-Strategie – damit die Welt erfährt, dass es Sie gibt.

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Social Media Marketing für KMU: Das Social Media Marketing Konzept Teil II – ohne Strategie kein Social Media Marketing

Social Media Marketing für KMU Teil 5: Das Social Media Marketing Konzept Teil II – ohne Strategie kein Social Media Marketing

Im 2. Teil rund um das Thema Social Media Marketing (SMM) Konzept geht es um die strategischen Aspekte eines erfolgreichen Social Media Auftritts. Diese sehen im Hinblick auf Unternehmensphilosophie, Produkte, Dienstleistungen und Branche für jedes Unternehmen anders aus. Um Schritt für Schritt die richtige Social Media Strategie für Ihr Unternehmen zu definieren, sind folgende Punkte zu klären: Ist-Zustand-Feststellung, SEO-Strategie, Content-Strategie, Budgetplanung und Erfolgsmessung.

Ist-Zustand-Feststellung – Wo stehe ich heute?

Alle Fakten auf den Tisch. Wie sieht Ihre bisherige Social Media Präsenz aus? Welche Kanäle nutzen Sie und wie groß ist ihr bisheriges Netzwerk? Wie aktiv und regelmäßig posten Sie bereits? Welche Themen behandeln Sie mit Ihren Beiträgen und wie gestaltet sich die Interaktion mit der Online-Community?
In diesem Schritt geht es vor allem um eine Bestandsaufnahme und Analyse Ihrer aktuellen Social Media Accounts und darum, sich einen ersten Überblick zu verschaffen.

SEO-Strategie – Wie werde ich im Web gefunden?

Search Engine Optimization ist das A und O einer erfolgreichen SMM-Strategie: Ihre potenziellen Kunden sitzen vor dem Computer mit einer ganz bestimmten Frage im Kopf, auf die Ihr Unternehmen eine Antwort weiß und für die Sie die passende Lösung anbieten. Die richtige SEO-Strategie bringt Ihr Unternehmen unter die Top-Suchergebnisse Ihrer potenziellen Kunden und ermöglicht es Ihnen, im Moment des Bedarfs gefunden zu werden.

Überlegen Sie sich dazu, was Ihre Kernkompetenzen sind. Welche Produkte oder Dienstleistungen bieten Sie an und welche Bedürfnisse erfüllen diese? Versetzen Sie sich in die Situation des Kunden, der im konkreten Moment des Bedarfs vor der Suchmaschine sitzt: Wie würde er seine Suchanfrage eingeben? Welche Wörter würde er benutzen? In diesem Schritt gilt es, sogenannte Keywords zu definieren, d. h. Wörter, durch die Ihre Produkte und Dienstleistungen im Web gefunden werden können. Es gibt als Hilfsmittel Recherche-Tools wie der Keyword-Planer von Google, der beliebte Suchwörter für Ihre Branche darstellen können.
Erstellen Sie eine Liste dieser Keywords. Sie wird zum Basiswerkzeug für eine effiziente Content-Erstellung.

Content-Strategie – Welche Inhalte interessieren meine Zielgruppe?

Content is king. Themen, die Sie in Ihren Social Media Kanälen behandeln und zu denen Sie Postings und Beiträge veröffentlichen, müssen interessant gestaltet und vor allem relevant für den Kunden sein. Nur relevanter Content bietet die Grundlage für Interaktionen und einen regen Austausch auf Ihren Social Media Kanälen. Was sind die Schmerzpunkte der Interessenten? Mit welchen Themen kann sich Ihr Unternehmen als Problemlöser und Experte etablieren?

Neben allgemeinen Thematiken, die Sie mit Ihren Beiträgen behandeln, sollten Sie gleichzeitig nach Anknüpfungspunkten in Bezug auf das aktuelle Tagesgeschehen Ausschau halten. Je aktueller der Content, umso relevanter erscheint er Ihren Interessenten. Gleichzeitig positionieren Sie Ihr Unternehmen damit am Puls der Zeit.

Vergessen Sie bei der Content-Erstellung zwei Dinge nicht: Ihre zuvor definierte Keyword-Liste sollte als Basis für jeglichen Text dienen, den Sie veröffentlichen. Je öfter die Keywords in Ihren Social Media Kanälen aufpoppen, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit von Interessenten im Bedarfsfall gefunden zu werden. Sollten Sie Content mit Bildern veröffentlichen, achten Sie auf professionelle Bilderstellung und eine einheitliche Bildsprache. Nichts wirkt professioneller, als ein ästhetisch ansprechender Social Media Auftritt. Ein Redaktionsplan hilft bei der Organisation der geplanten Inhalte.

Budgetplanung – Was kostet Social Media Marketing das Unternehmen?

Social Media Marketing ist nicht umsonst zu haben. Neben den Personalkosten entstehen weitere Kosten beispielsweise für die Contentproduktion, Werbeanzeigen in den Social Media Portalen oder aber auch für Preise bei geplanten Gewinnspielen. Damit man nicht den Überblick in Bezug auf das Gesamtbudget verliert, macht es Sinn dies einmal festzuhalten und vor Beginn der Maßnahmen zumindest grob zu kalkulieren.

Erfolgsmessung – Was habe ich mit meinen Aktivitäten erreicht?

Social Media Marketing schön und gut, aber wo sind die Ergebnisse? Um zu sehen, ob Ihre Anstrengungen Früchte tragen und welcher Content auf besondere Resonanz stößt, sind Monitoring-Tools essenziell. Die Erfolgsmessung ist stark mit den zuvor definierten Zielen verknüpft. Um die Erreichung Ihrer Ziele zu messen, müssen Sie messbare KPIs festlegen, die Ihnen zeigen, ob Sie Ihre gewünschten Ergebnisse erreicht haben.

Ein paar Beispiele:
War das Ziel Ihrer SMM Aktivitäten die Steigerung des Umsatzes, messen Sie den Erfolg an der Zahl verkaufter Produkte und Dienstleistungen.
Wollen Sie mit Ihrem Social Media Auftritt den Traffic für die Unternehmenswebsite steigern, messen Sie den Erfolg anhand von Seitenaufrufen, Visits und Unique Users.
Möchten Sie mit der richtigen SEO-Strategie Suchmaschinenoptimierung für Ihr Unternehmen betreiben? Dann verfolgen Sie die Entwicklung Ihres Suchmaschinen-Rankings. Aber legen Sie realistische Ziele fest, die auch erreichbar sind.

Erfolgsmessung ist der letzte Schritt, der leider oft von Unternehmen vergessen wird. Doch nur durch kontinuierliche Analyse Ihrer Ergebnisse haben Sie die Möglichkeit, Ihren Online Auftritt zu verbessern und zu optimieren.

Fazit zum Social Media Marketing Konzept

Social Media Markting benötigt ein ausgefeiltes Konzept. Dieses erleichtert die Herangehensweise, erhöht die Effizienz und senkt die Kosten für das SMM.

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Social Media Marketing für KMU: Das Social Media Marketing Konzept Teil I – ohne Strategie kein Social Media Marketing

Social Media Marketing für KMU Teil 4: Das Social Media Marketing Konzept Teil I – ohne Strategie kein Social Media Marketing

Das Social Media Marketing Konzept legt Schritte für die Unternehmenskommunikation in den sozialen Medien fest. Es enthält im Wesentlichen eine Ist-Zustand Beschreibung, eine Markt- und Wettbewerbsanalyse, eine Zieldefinierung, eine Zielgruppenbestimmung, eine Seo-Strategie, eine Content-Strategie, eine Kanalauswahl, eine Budgetplanung und schließlich die Erfolgsmessung.

Warum ist ein Social Media Marketing Konzept überhaupt nötig?

Wer das Social Media Marketing (SMM) in Eigenregie durchführen möchte, hinterfragt natürlich die Notwendigkeit eines solchen Konzepts. Schließlich gibt es geeignetes Personal im Unternehmen, das eventuell auch schon geschult wurde. Wozu ein SMM Konzept? Man kennt doch seine Kunden? Doch ein konzeptionsloses Vorgehen führt unter Umständen zu vielen aufwendigen, aber nicht zielführenden Aktivitäten. Daher sollen an dieser Stelle die genannten und weitere Schritte für die SMM Konzeption grob umrissen werden. In diesem 1. Teil geht es um die Markt- und Wettbewerbsanalyse, die Zielgruppenbestimmung (Buyer Personas), die Kanalauswahl und die Zieldefinierung.

Markt- und Wettbewerbsanalyse – Was macht die Konkurrenz so?

Social Media Marketing funktioniert auf verschiedenen Märkten sehr speziell. B2B-Kunden sind anders als B2C-Kunden zu erreichen. Des Weiteren herrscht in sozialen Medien branchenabhängig ein mehr oder weniger scharfer Wettbewerb zwischen den Unternehmen. Wer ein SMM Konzept entwirft, sollte sich anschauen, was die Konkurrenz macht und wie erfolgreich sie (möglicherweise) damit ist. Vorsicht: Die Konkurrenten können, müssen aber nicht auf den bedienten Kanälen und mit den gewählten Methoden sehr viele Interessenten erreichen. Es kann sich immer anbieten auch mal neue Wege anzutesten.

Zielgruppenbestimmung – Für wen produziere ich die Inhalte?

Es gilt die Faustregel: Je jünger die anvisierte Zielgruppe ist, desto eher lohnt sich Social Media Marketing. Menschen ab 50+ sind gegenwärtig (Stand: 2019) kaum bis gar nicht in sozialen Medien unterwegs, sehr junge Menschen hingegen permanent. Das Alter ist aber nur einer von vielen Aspekten. Produkte mit einem starken Markenimage lassen sich in sozialen Medien ausgezeichnet promoten, reine Verbrauchsprodukte (etwa Lebensmittel) hingegen eher wenig. Die Interessen einer Zielgruppe sowie das Nutzerverhalten sind ebenso relevant. Zu unterscheiden sind in sozialen Medien:

-reine Zuschauer

-Teilnehmer, die aktiv das eigene Profil pflegen und andere Profile besuchen

-Protokollanten, die regelmäßige Statusupdates posten

-Kreative

-Abonnenten

-Kritiker

-Inaktive

Es ist eine Ansprache zu wählen, die jede dieser Gruppen mit dem größten Nutzeffekt erreicht. Dazu gehört auch, den Kritikern möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.

Definition von Buyer Personas – Dem Kunden ein Gesicht geben

Eine Buyer Persona ist im Gegensatz zur abstrakten Zielgruppe ein Kunde mit einem konkreten Gesicht. Vermarkter kreieren eine oder mehrere fiktive Personen, die den/die typischen Kunden repräsentieren. Das Konzept erleichtert das Verständnis von Bedürfnissen und Handlungen dieser Idealkunden. Eine Buyer Persona lässt sich aus Informationen über Bestandskunden und aus den Ergebnissen der Marktforschung entwickeln. Auf der Basis dieses Konzepts werden Inhalte und Anspracheformen für das Social Media Marketing entwickelt. Schließlich sind Menschen von 50+ anders anzusprechen (zum Beispiel per Sie) als potenzielle Kunden zwischen 18 und 28 Jahren (per du). Zur Buyer Persona gehört auch die Buyer’s Journey (Reise des Kunden zum Kauf). Sie unterscheidet sich zwischen einzelnen Produkten und auch zwischen einzelnen Buyer Personas. Menschen unter 30 kaufen zum Beispiel eher spontan als Menschen über 50.

Kanalauswahl – Wo halten sich meine Interessenten auf?

Es gibt die verschiedensten Social Media Kanäle. Die Favoriten sind Facebook, Instagram und Twitter, doch gerade für das B2B-Geschäft bieten sich auch fachbezogene Portale an. Die Kanalauswahl richtet sich nach den Zielen des SMM und nach der Zielgruppe. Kanäle eignen sich zudem für bestimmte Aktivitäten, so zum Beispiel:

-Facebook: Promotion von Kampagnen, Steigern der Reichweite, Posten von Informationscontent

-Twitter: kurze Ankündigungen, Support und Promotions

-Instagram: visuelle Vorstellung von Produkten

Ziele von Social Media Marketing festlegen – Wo wollen wir hin?

Eine Zielsetzung muss realistisch sein. Unrealistisch wäre es beispielsweise, per SMM ein komplettes Geschäft ankurbeln zu wollen. Das funktioniert praktisch nie oder höchstens zufällig. Ein Ziel könnte aber die Markenbekanntheit, ein zweites die ausgezeichnete Kommunikation mit den Kunden sein sowie als weiteres Ziel eine aus der Markt- und Wettbewerbsanalyse erkannte Benchmark (Vorbild, Maßstab) anzustreben. Welche Ziele vorrangig erreicht werden sollen, hängt vom Produkt und der Unternehmensphilosophie ab.

Fazit zum Social Media Marketing Konzept

Social Media Markting benötigt ein ausgefeiltes Konzept. Dieses erleichtert die Herangehensweise, erhöht die Effizienz und senkt die Kosten für das SMM.

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Marketing heute: Sind Messeauftritte noch zeitgemäß?

Sind Messeauftritte noch zeitgemäß?

Mit der Verlagerung der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen ins Internet, sinken die Anteile an klassischen Formen des Marketings immer weiter. Die Printwerbung hat es schwer, selbst Fernsehen, Radio und Zeitungen haben unter sinkenden Anzeigekunden zu kämpfen. Doch wie sieht das Interesse an Messen aus? Tatsächlich erleben die professionellen und großen Messen einen Boom nach dem anderen, können immer neue Besucherrekorde verzeichnen und expandieren sogar in Übersee. Doch für welche Unternehmen und warum lohnt sich ein Messeauftritt heute noch?

Die Messe als Werbemittel – funktioniert das noch?

Dass die Messe als Mittel der Vermarktung für Unternehmen in Frage gestellt wird, ist nicht neu. Schon in den 1990er Jahren wurden langfristige Möglichkeiten mit Messen oftmals kritisch beleuchtet. Fakt ist aber, dass die Zahl der Messen auf überregionaler, nationaler und internationaler Ebene in den vergangenen zehn Jahren weiter angestiegen ist. Laut einer aktuellen Pressemitteilung des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft e.V., konnte „die abflauende Konjunktur in Deutschland und zunehmende internationale Handelskonflikte den deutschen Messen im 1. Halbjahr 2019 nur wenig anhaben. Die Ausstellerzahlen der 107 durchgeführten internationalen und nationalen Messen stieg im Vergleich zu den jeweiligen Vorveranstaltungen im Durchschnitt um gut 1 Prozent auf 115.000, die Zahl der Besucher – insgesamt 5,7 Mio. – lag mit +0,3 Prozent leicht über den früheren Ergebnissen.“ 1 Das liegt nicht zuletzt, so seltsam es sich auch anhört, an dem Boom im Internet. In Zeiten, in denen ein Großteil von Vertrieb und Vermarktung unpersönlich über das Netz abläuft, wird die Messe als ein zentraler Ort für Networking und Kundenbindung geschätzt. Hier kann man mit Kollegen, Mitbewerbern und potentiellen Kunden einfach und persönlich in Kontakt kommen. Wichtig ist dabei nur, dass man sich auf das Anforderungsprofil der heutigen Kundschaft einstellt.

Eine gute Firmenpräsentation ist entscheidend

Eine gute Präsentation auf der Messe war schon immer wichtig. Mit Bewegtbildern, also Image-, Produkt- oder Erklärvideos, sorgen Sie für die nötige Aufmerksamkeit für Ihren Messestand, da Videos neugierig machen und Interessenten sofort in Ihren Bann ziehen. Ein gutes Produktvideo steigert aber nicht nur das Interesse, es kann darüberhinaus auch komplexe Inhalte plastisch auf den Punkt bringen. Bestenfalls auf eine unterhaltsame, kurzweilige Weise. Es ist schließlich kein Wunder, dass Videos längst zu einem wichtigen Teil im Content Marketing geworden sind. Mit einem guten Produktvideo ist der Einstieg für ein Gespräch auf Messen zudem bereits gelegt. Nun kann das eigentliche Networking beginnen. Und: Ein Besucher, der bei der Messe in der Offline-Welt auf das eigene Unternehmen trifft, muss nicht unbedingt offline bleiben. Es gilt Synergien zu erkennen und sie für das eigene Unternehmen zu nutzen.

Hier finden Sie ein Beispiel für ein Produktvideo, das für Messeveranstaltungen produziert wurde.

Den Messeauftritt auch in den sozialen Netzwerken richtig nutzen

Noch vor dem eigentlichen Messetermin bieten sich die sozialen Medien an, um auf Ihre Messeteilnahme hinzuweisen. Durch Aktionen wie beispielsweise eine Verlosung von Eintrittskarten, lassen sich zusätzliche Messebesucher generieren. Ist Ihre Community noch ziemlich übersichtlich? Vor Ort sollten Sie Ihre Chance nutzen und durch aktive Ansprache über Gewinnspiele, Rabattaktionen oder ähnliches neue Follower gewinnen. Diese könnten für die Zukunft wichtige Multiplikatoren für Ihr Unternehmen werden. Des Weiteren lässt sich aus einem Messeauftritt auch weiterer Content für Ihre Social Media Aktivitäten erschliessen. Natürlich sind Produktvideos eine gute Option, die auch im Internet präsentiert werden kann. Noch wichtiger ist es aber, die eigenen Erfahrungen von der Messe in irgendeiner Form in die Social Network Welt zu bringen. Das gelingt zum Beispiel mit einem Messefilm. Das ist nicht nur eine gute Möglichkeit, die Besucher auf Facebook, Twitter und Co. noch einmal an die eigenen Produkte und Leistungen zu erinnern, sondern gibt auch einen interessanten Einblick in die Welt einer solchen Messe. Da viele Veranstaltungen bis heute nur für ein ausgewähltes Publikum zur Verfügung stehen – oder simpel aufgrund regionaler Erreichbarkeit am anderen Ende des Landes sind – kann der konstruktive Geist der Messe einfach über einen guten Messefilm vermittelt werden. Aber natürlich sind auch ganz andere Formate wie beispielsweise Kurzinterviews zu bestimmten Themen möglich.

Aus diesen Messeinhalten ergibt sich mit Sicherheit die eine oder andere Interaktion mit den Usern auf den Social Media Seiten. Die eigenen Eindrücke, die Impressionen von der Messe, der Film und die Videos von Produkten und Dienstleistungen – all diese Dinge beleben Ihre Social Media Aktivitäten. Das sorgt dafür, dass sich die Investitionen in doppelter Hinsicht lohnen. Ein Auftritt bei einer Messe, der gut dokumentiert und im Anschluss in Form von unterschiedlichen Inhalten über die sozialen Medien veröffentlicht wird, schafft somit Content für einige Wochen.

Die Messe ist also auch heute noch eine der besten Möglichkeiten mit Menschen in der realen Welt in Kontakt zu kommen. Steigende Besucherzahlen verdeutlichen, dass der persönliche Kontakt an diesen Veranstaltungen in vielen Branchen noch immer gewünscht ist. Wer zudem die Inhalte von der Messe mitnimmt und sie richtig in der digitalen Welt verarbeitet, kann von einem guten Auftritt bei einer Messe auf mehr als eine Weise profitieren.

1 Dipl.-Volksw. Harald Kötter, Pressemitteilung des Ausstellungs- und Messe-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA) vom 29.08.2019

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Social Media Marketing für KMU: Wie gelingt es in Eigenregie?

Social Media Marketing für KMU Teil 3: Wie gelingt es in Eigenregie?

An Social Media Marketing kommt auch der Mittelstand nicht vorbei. Für eine interne Umsetzung braucht es aber Know-how, Personal und finanzielle Mittel. Ein Outsourcing kann bei Überforderung sinnvoll sein.

Content, SEO und Authentizität sind die bedeutenden Schlagwörter in Verbindung mit Social Media Marketing. Mittlerweile genügt es nicht mehr eine plakative Unternehmenswebseite zu führen, denn nur ein Bruchteil der Interessenten findet über die Website zum Produkt- oder Dienstleistungsportfolio der Unternehmen. Vielmehr sind potenzielle Konsumenten auf den sozialen Netzwerken aktiv. In Foren tauschen sie sich gegenseitig mit Freunden und Bekannten aus, sprechen Empfehlungen aus, stellen Anfragen über die Suchmaschinen und lesen Artikel auf beliebten Blogs oder Ratgeberseiten. Daher ist es für Unternehmen erforderlich die eigene Präsenz auf verschiedenen Plattformen auszubauen, um weitere Kontaktpunkte im Verlauf der Customer Journey für die Kunden zu schaffen. Da Social Media Marketing ein erhebliches Potenzial für kleine und mittelständische Unternehmen bereithält, muss diese Werbedisziplin effektiv in die Marketingstrategie integriert werden. Auch wenn laut einer Statistik der Universität Liechtenstein knapp 70 Prozent der befragten Firmen soziale Medien nutzen, ist die Aktivität dennoch äußerst beschränkt. Viele führen nur ein simpel gestaltetes Profil auf einer einzigen Plattform, ohne dabei ein konsistentes Konzept zu verfolgen.

Schaffen wir es selbst? Eine interne Bestandsaufnahme und Qualifizierung des Personals kann helfen

Knapp 99 Prozent der deutschen Unternehmen sind der Kategorie der KMUs zuzuordnen und bilden somit den Kern der deutschen Wirtschaft. Deshalb ist es umso wichtiger das Potenzial des Social Media Marketings auszuschöpfen. Insbesondere für Betriebe mit mehr als 250 Angestellten zahlen sich die modernen Marketingmöglichkeiten aus. Dabei geht es nicht nur um das vermeintlich hohe Budget, sondern ebenso darum, dass mit einer erhöhten Mitarbeiterzahl Social Media Marketing zielführend und geplant eingesetzt werden kann. Aber auch deutlich kleinere Betriebe konnten mit den sozialen Medien Ihre Bekanntheit steigern und den Umsatz erhöhen. Damit die Social Media gestützten Kampagnen erfolgversprechend in den bestehenden Marketingplan eingebunden werden, ist es demnach entscheidend, ob qualifiziertes Personal vorhanden ist und ob die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Social Media Marketing ist nicht kostenfrei zu haben.

Generell gibt es unterschiedliche Optionen Social Media Marketing aus personalwirtschaftlicher Sicht in den Marketingplan zu verankern. Es besteht die Möglichkeit ambitionierte und talentierte Angestellte des Unternehmens mit den Aufgaben zu betrauen. Möglicherweise unterstützt eine Weiterbildung ausgewählte Mitarbeiter, wodurch das Vorhaben in eine professionelle Richtung weiterentwickelt werden kann. Vorsicht ist aber bei sehr kurzen Crashkursen geboten, da diese teilweise nur einen oberflächlichen Eindruck verschaffen und keine eigenverantwortliche Ausübung des Social Media Marketings ermöglichen können. Deshalb sollten Verantwortliche zunächst prüfen, ob interne Marketingmitarbeiter die Contentproduktion zumindest teilweise unterstützen können oder ob Mitarbeiter aus ganz anderen Abteilungen, wie zum Beispiel dem Kundenservice, Tätigkeiten innerhalb des Community Managements ausführen können. Obwohl die Social Media Aktivitäten ernst genommen werden müssen, geht es dennoch nicht um die reine Perfektion. Stattdessen stehen insbesondere bei sozialen Medien die Authentizität und Nahbarkeit im Vordergrund. Somit ist es essenziell, dass die jeweiligen Unternehmen ihren Followern einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen, um das Eintauchen in die Markenwelten zu begünstigen und ihnen somit einen Mehrwert bieten, den sie woanders nicht bekommen können.

Die Einstellung eines Social Media Managers: Realistische Erwartungen helfen beim Recruiting

Reichen die internen Ressourcen nicht aus, ist es notwendig das Personal zu erweitern. Insbesondere Social Media Manager sind qualifiziert diverse soziale Plattformen zu bedienen und in regelmäßigen Abständen mit relevanten Inhalten zu versorgen. Doch auch Social Media Experten übernehmen dauerhaft nicht alle Aufgaben in Eigenregie, denn es ist stets die Zusammenarbeit im Team gefragt. Faktoren wie die strategische Planung, Content Produktion und das Community Management stehen in enger Verbindung und sind stets in Absprache mit anderen Abteilungen zu planen. Also ist es nicht sinnvoll aus Kostengründen einen Alleskönner in Personalunion zu suchen, sondern von vornherein auf Teamarbeit zu setzen.

In der Regel investieren kleine und mittelständische Unternehmen rund 20 Prozent des Umsatzes in die Werbeplanung. Doch auch mit beschränktem Personal und begrenztem Budget ist es möglich, die onlinebasierte Kommunikation effektiv zu gestallten. Dabei ist es unerlässlich, informative, interaktive und unterhaltsame Inhalte für die Zielgruppe zu produzieren. Ein Mix aus eingekauften und selbstproduzierten Inhalten kann durchaus Sinn machen.

Outsourcing kann bei Überforderung sinnvoll sein

Weiterhin ist es aber auch denkbar, aufgrund fehlenden Know-hows oder Überforderung seitens der Mitarbeiter, das Social Media Marketing an eine professionelle und spezialisierte Agentur auszulagern. Dabei ergeben sich häufig auch steuerliche Vorteile. Demnach ist je nach Personalsituation eine individuelle Entscheidung bezüglich der Umsetzung des Social Media Marketings nötig.

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Social Media Marketing für KMU: Wie lassen sich firmeninterne Vorbehalte abbauen?

Social Media Marketing für KMU Teil 2: Wie lassen sich firmeninterne Vorbehalte abbauen?

Auf Social Media präsent zu sein gefällt nicht jedem. Vor allem Mitarbeiter sind oftmals zurückhaltend, wenn es um Bilder von Firmenfeiern oder andere persönliche Inhalte geht, die auf Facebook und Instagram veröffentlicht werden. Doch firmeninterne Vorbehalte lassen sich mit Hilfe des Change Managements abbauen. KMUs sind näher an ihrem Personal dran und haben eine gute Chance, die Belegschaft mitzunehmen.

Steht die Social Media Strategie des Unternehmens und die ersten Kanäle wurden bereits aufgebaut, kann es oftmals zu internen Herausforderungen kommen. Einige Mitarbeiter werden misstrauisch gegenüber der Datenkrake Facebook sein, andere Angestellte verweigern die Freigabe für Bilder und ein paar langjährige Mitarbeiter wollen erst gar nichts mit diesem Thema zu tun haben. Das kann alles Klischee sein – genauso wie die Vorurteile in der Regel haltlos sind. Dennoch müssen Bedenken ausgeräumt werden.

Change Management: Das Team als Botschafter gewinnen

Um Social Media Marketing in KMUs professionell zu betreiben, sollte es eine interne Guideline geben. Auf das Paper kann jeder Mitarbeiter zugreifen und erhält eine Richtlinie an die Hand. Im besten Fall wollen Mitarbeiter als Botschafter des Unternehmens auftreten und spannende Inhalte aus dem Arbeitsalltag selber posten. Das kann auf den privaten Kanälen aber auch auf den Unternehmensaccounts passieren. Die Wertigkeit und aktive Teilnahme des Teams kann ein großer Multiplikator für die Firmenbotschaft sein. Für alle anderen dient der Social Media Guide als Hilfestellung. Dass negative Äußerungen über Kunden oder das eigene Unternehmen nach Außen tabu sind, sollte jedem klar sein. Die Ansprechpartner für Social Media müssen ebenfalls transparent sein, um Fragen entgegen zu nehmen und gegebenenfalls beratend tätig werden zu können. Wenn die Mitarbeiter die Ziele der Social Media Kommunikation kennen, können viele Zweifel und falsche Informationen aus dem Weg geräumt werden.

Veränderungen richtig gestalten: Mit dem 3-Phasen-Modell nach Lewin

Unternehmen, die sich am schnellsten auf die sich verändernden Marktbedingungen einlassen, werden den digitalen Sturm nicht nur überleben, sondern auch mit prägen können. Das muss jedem Mitarbeiter klar sein. Es wird so oder so über das Unternehmen geredet. Da ist es besser mitzureden und mitzugestalten. Hier hilft nur eine klare Kommunikation durch das Change Management. Den Wandel einleiten kann man mit dem 3-Phasen-Modell nach Lewin.
Das Modell verfolgt die Phasen “Unfreeze – Auftauen”, “Change – Verändern” und “Refreeze – Einfrieren”.
In der ersten Phase werden die Mitarbeiter mit den Veränderungen vertraut gemacht. Sie erhalten Informationen, warum die Veränderung nötig ist und wie der Prozess gelingen kann. Die Motivation hier seinen Beitrag zu leisten, ist sehr wichtig. Die zweite Phase “Change” steht für sich. Hier wird konkret umgesetzt und neue Prozesse eingeführt. Gerüchte und Zweifel können Entscheider nicht per se aus dem Weg räumen. Aber auf die Ängste der Mitarbeiter kann und muss eingegangen werden. Was Ihnen zu Ohren kommt, können Sie auch aufgreifen und mit transparenter Kommunikation zerschlagen. Fürchten Mitarbeiter einen Shitsorm im Netz? Dann stellen Sie die Strategie dafür vor. Gibt es Bedenken bezüglich negativer Kommentare? Hier sollte klar kommuniziert werden, das dieser Austausch mit der Community, selbst bei negativen Kommentaren, sehr wertvoll für das Unternehmen sein kann. Auf diese Weise können Informationen über die Produkte und Dienstleistungen gewonnen werden, die der Produktentwicklung und dem Kundenservice zugute kommen. Eine souveräne und sachliche Antwort auf die Kritik wird positiv wahrgenommen werden.
In der letzten Phase wird sichergestellt, dass die Veränderungen auch Bestand haben. Schulungen und Coaches können helfen, um neue Prozesse oder Tools am Laufen zu halten. Mitarbeiter gewinnen Sicherheit.

Dem gesamten Unternehmen muss klar sein, dass es besser ist mitzureden als zuzuschauen. Wer sein eigener Steuermann ist, kann den Change Prozess lenken.

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Social Media Marketing für KMU: Warum funktioniert es bei uns nicht?

Social Media Marketing für KMU Teil 1: Warum strategische Weiterentwicklung wichtig ist

Social Media ist seit Jahren nicht mehr aus der Unternehmenskommunikation wegzudenken. Marken jeglicher Größe haben das Potenzial ihre Kunden und Zielgruppen auf Facebook, Twitter, Instagram und CO. zu erreichen. Doch wer einfach nur einen Account anlegt und unregelmäßig Postings absetzt, kommuniziert an den Usern vorbei. Unternehmen sollten sich fragen, wo sie im Social Web gerade stehen und was sie erreichen wollen.

Social Media: Wir sind dabei. Und jetzt?

Ein Facebook Account ist schnell angelegt und ein paar Bilder finden sich von der letzten Firmenfeier doch sicher auch. Aber reicht das, um Kunden zu begeistern und in die eigene Botschaft hineinzuziehen? Und wer postet eigentlich und beantwortet die Fragen der Community? Eine gut durchdachte Social Media Strategie muss vorhanden sein und die nötigen Ressourcen bereitgestellt werden. Nur so können mit zielgerichtetem Content die definierten Ziele erreicht werden.

Wie erfolgreich sind Ihre bisherigen Social Media Maßnahmen?

Sie haben bereits Twitter, Xing, Facebook oder gar Instagram für Ihr Unternehmen aktiviert? Dann ist eine erste Bestandsaufnahme wichtig. Wie sehen die Followerzahlen aus, haben Sie genug Interaktionen auf den Kanälen und vor allem: Stellen Sie Conversions auf Ihrer Website oder dem Online-Shop fest? Kleine und mittelständische Firmen (KMU) begehen oft den Fehler, dass sie die Erfolgskennzahlen nicht nachhalten und somit auch keine klare Linie verfolgen oder Optimierungen vornehmen können. Eine externe Beratung kann in diesem Fall sinnvoll sein.

Das gehört zum erfolgreichen Social Media Marketing

Posten kann jeder? Eine Story für Instagram ist schnell gedreht? Für Profis mit Sicherheit, aber Mitarbeiter aus KMUs tun sich oft schwer mit der richtigen Kommunikation. Entweder weil Ihnen die nötigen Tools und Skills fehlen, oder aber weil sie aus einem völlig anderen Bereich kommen.
Strategisches Social Media Management beinhaltet einen Kommunikations-Guide, in dem die Art und Weise der Kommunikation festgelegt ist. Die Zuständigkeiten sind klar geregelt. No Gos im Social Media Marketing müssen ebenso festgehalten werden.
Für die Content-Produktion und den täglichen Ablauf greift ein Redaktionsplan unter die Arme. Dieser kann als Tabelle angelegt werden, im Idealfall in der Cloud, damit alle Beteiligten des Content Marketings darauf zugreifen können. Der Redaktionsplan gibt Sicherheit, dient der thematischen Planung und wer welchen Content wann liefern soll. Nach Wochentagen können Themen und Postings eingeplant werden.
Fakt ist: Es muß regelmässig – jede Woche mindestens – zielgerichteter Content gepostet und betreut werden. Das fällt unter den Begriff Content Marketing. Ein Content Manager kennt die Bedürfnisse der Zielgruppe und kann diese mit relevanten Inhalten abdecken. Das können Produktinformationen sein, nützliche Tipps für den Alltag oder aber Karrierethemen. Jeder, der Social Media betreibt, muss sich vorab mit der Zielgruppe und deren Wünschen befassen. Im Zweifelsfall hält sich die eigene Kundschaft gar nicht auf Instagram und Facebook auf. Das heißt: Es würde an der Zielgruppe vorbei kommuniziert. Verschwendete Ressourcen sind die Folge. Bei einer Analyse wird schnell deutlich, ob die Nutzer eher auf Twitter unterwegs sind, weil sie schnell News konsumieren wollen, oder ob sie sich lieber Lifesytle Tipps auf Instagram anschauen. Seien Sie da, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält. Das oberste Gebot im Social Media Marketing.

Für Change Management offen sein

Oftmals scheitert die Kommunikation auf neuen Kanälen, weil Enstcheider keinen Sinn darin sehen, auf Instagram, Snapchat und Co. aktiv zu sein. „Was soll das bringen?“, wird da als Frage oft laut. Tatsächlich kann das einiges bringen – vor allem für das Image der Marke. Kunden wünschen sich heute Einblicke in ihre Lieblingsmarken oder wollen bei Produktentwicklungen mitwirken. Die Kunden in die Markenwelt einzubinden, ist zum entscheidenden Faktor geworden. Den Kunden zuzuhören und einen wichtigen Mehrwert zu bieten, ist für kleine und mittelständische Unternehmen wichtig, da sie sich so von der Masse und Big Playern abheben können. Viele Kunden schätzen den persönlichen Kontakt oder einen schnellen Austausch via Facebook Messenger. Dafür muss es aber Personen im Unternehmen geben, die sicher kommunizieren können und den Wandel mitbegleiten wollen. Diese Bewußtseinsänderung sollte durch das Change Management im gesamten Unternehmen angestossen werden – dann wird es auch erfolgreich sein.

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Marketing heute: Warum erreiche ich meine Kunden nicht mehr?

Marketing heute: Warum erreiche ich meine Kunden nicht mehr? Die Vorteile von Content Marketing

Klassische, einst bewährte Werbeformen funktionieren heutzutage immer schlechter. Das sogenannte Push-Marketing ist obsolet. Aber was macht man stattdessen? Kreative Content-Produktion hat sich schon seit geraumer Zeit durchgesetzt.

Wer in der heutigen Zeit versucht Kunden oder Interessenten mit der Hilfe von klassischen Werbemethoden zu erreichen, wird es immer schwieriger haben. Durch immer mehr Werbung an immer mehr Orten sind viele Verbraucher gegenüber klassischem Marketing abgestumpft. Selbst ein einfaches Bild wird schon kritisch betrachtet, weil sich nicht selten irgendeine Werbebotschaft dahinter versteckt. Diese Überreizung hat dazu geführt, dass man für erfolgreiches Marketing heute kreativ sein muss. Gerade im Internet ist der Schlüssel dafür das sogenannte Content Marketing. Es wird nicht nur von Google bevorzugt bewertet, sondern bringt auch sonst einige interessante Vorteile für die werbenden Unternehmen mit sich – und nicht zuletzt für die Kunden.

Content Marketing – was versteht man darunter?

Das Marketing mit Content, also Inhalten, hat die Aufgabe, hochwertige Inhalte mit dem Wunsch nach zielgerichteter Werbung zu verknüpfen. Derjenige, der die Werbebotschaft sieht, soll nicht direkt das Gefühl haben, dass es sich hierbei um eine bloße Maßnahme aus dem Marketing handelt. Stattdessen wird subtil und mit verschiedenen Botschaften gearbeitet, die direkt eine Bindung zu der eigenen Zielgruppe aufbauen können. Das oberste Ziel bei dieser Form der Werbung ist es, dass mit der Hilfe von informativen, unterhaltsamen oder sogar beratenden Werbemethoden und Werbemaßnahmen gearbeitet wird. Ein nichtssagender Werbespot, der irgendwo auf der eigenen Homepage versteckt ist? Ein Banner mit aggressiver Werbung? Ein reiner Presse- und Werbetext bei den sozialen Netzwerken? Diese Zeiten sind vorbei.

Eines der wichtigsten Ziele bei dieser Form des Marketings ist es, dass der Verbraucher am Ende das Gefühl hat, bei einem echten Experten gelandet zu sein. Durch hochwertige Werbungen mit einem starken Mehrwert an Informationen präsentiert sich das Unternehmen als Spezialist in der Branche und in den Dienstleistungen oder Produkten, die zur Verfügung gestellt werden. Der potentielle Kunde fühlt sich danach informiert und hat das Gefühl, dass er bei einer Bestellung oder Inanspruchnahme von Dienstleistungen in guten Händen ist. Wer sich als Experte etabliert, schaltet nicht nur Werbung, sondern bleibt nachhaltig in den Köpfen der potentiellen Kunden präsent.

Das richtige Marketing über die Inhalte

Gute Werbemittel im Marketing mit Content gibt es zuhauf: Informationsgrafiken, Bilder, hochwertige Texte und nicht zuletzt das Videomarketing sind dabei die wohl beliebtesten Optionen. Besonders durch den Umstand, dass die meisten Benutzer im Internet heute nicht mehr viel Zeit auf den Konsum von Informationen verwenden und sie dafür umso empfänglicher für Multimedia-Inhalte geworden sind, macht die Werbung per Video zu einer attraktiven Möglichkeit. Es muß nicht immer das überproduzierte in einer übertriebenen Musikvideo-Ästhetik hergestellte Video sein. Wenn die Inhalte für die Zielgruppe spannend sind, wird es auch in einfacher Umsetzungsform erfolgreich sein. Durch YouTube, Facebook und andere Kanäle im Social Media Marketing finden hochwertige Inhalte immer ihren Weg zu den potentiellen Käufern.
Das Videomarketing bietet darüber hinaus eine tolle Möglichkeit, das eigene Unternehmen zu präsentieren und dabei Informationen zu liefern, ganz ohne das Gefühl zu vermitteln, dass man sich durch aggressive Werbung aufdrängt. Zudem steht diese Möglichkeit nicht nur großen Konzernen zur Verfügung. Auch kleinste Unternehmen oder Firmen aus dem Bereich KMU haben mit der richtigen Beratung den passenden Einstieg in diese Form des Marketings. Wichtig ist dabei aber immer der Mehrwert für die Community. Die Videos sollten interessante Informationen, wichtige Neuigkeiten oder beispielsweise Anleitungen für Probleme des Alltags bieten. Aber aufgepasst: Content Marketing ist was für Marathonläufer. Es ist kein Kurzsprint. Es funktioniert nur, wenn regelmässig neue Inhalte geboten werden.

Wer erst einmal eine gewisse Fülle an hochwertigen Inhalten aufgebaut hat, kann diese gut mit dem Social Media Marketing verknüpfen und sich so als Experte auf seinem Gebiet etablieren. Besonders hier werden die Inhalte gut angenommen und die direkte Interaktion mit den Followern und Fans liefert wichtige Erkenntnisse für das eigene Marketing und die Produktentwicklung. Es ist also kein Wunder, dass immer mehr Unternehmen auf die Möglichkeiten des Content Marketing setzen und sich von traditionellen Werbemaßnahmen verabschieden.

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